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--- Die Gaubroschüre 2012 ist da ---
liebe turnerinnen, liebe turner,
Mitglieder des Turngauvorstands sind vom 6. bis 8. August 2010 zu einem
Arbeitswochenende in der Jahnstadt Freyburg an der Unstrut zusammen
gekommen. Themen der Gespräche waren die künftige Entwicklung des
Turnens im Turngau Main-Rhein, die Vorschläge einer Kommission des
Hessischen Turnverbands zur Restrukturierung des Verbands, die
Vorbereitung des 150-jährigen Turngaujubiläums.
Den
Wandergruppen und Wanderabteilungen unserer Vereine empfehle ich den
Besuch der Jahn-Gedenkstätten im Rahmen einer Mehrtagewanderung im
landschaftlich eindrucksvollen und gastlichen Unstruttal. Freyburg ist
auch Wein- und Sektstadt! Bei der Zukunftsplanung ging es uns um die
Auswertung unserer vielfältigen Angebote im Wettkampfwesen.
Für
den großen Bereich Freizeit und Gesundheit suchen wir weiterhin
Fachwartinnen, die Dieter Krämer, der im Turngauvorstand diesen Bereich
verantwortet, bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen. Neben
seiner fachlichen Verantwortung hat Dieter Krämer die Schriftführung im
Turngauvorstand übernommen und damit eine ärgerliche Lücke geschlossen.
Wir werden versuchen, bei den Turnspielen Vereine zu ermitteln, die
solche wettkampfmäßig oder als Freizeitspiele betreiben, und mit ihnen
Verbindung aufnehmen.
Die
Darstellung der Bewegungsangebote des Turnens in der Öffentlichkeit
sehen wir schon lange, mit zunehmendem Erfolg, als wichtige Aufgabe an.
Wir werden sie mit Nachdruck fortsetzen. Angesichts zunehmend
erwerbsmäßig gemachter Angebote werden wir auf unser breites
gemeinnütziges Angebot durch qualifizierte Übungsleiterinnen und
Übungsleiter in den Vereinen hinweisen. In diesem Zusammenhang hat sich
auch zwischen den Sportverbänden ein zunehmender Wettbewerb entwickelt,
der sich aber weniger bei den tatsächlichen Angeboten, als vielmehr im
Meldewesen zeigt. Die Landessportbünde und der Deutsche Olympische
Sportbund haben zu diesem Thema Arbeitskreise und Kommissionen berufen.
Es wird darum gehen, einheitliche Verfahren für die Meldung der
Vereinsmitglieder an eine zentrale Meldestelle auf Länderebene zu
entwickeln. Wichtig ist vor allem, die Verfahren transparent zu machen
und die Geheimniskrämerei um die vertraglichen Vereinbarungen zwischen
den Verbänden zu beenden.
Der
Hessische Turnverband beschäftigt sich schon seit Jahren mit
Veränderungen seiner organisatorischen Struktur. Zuletzt hat eine
Strukturkommission Vorschläge gemacht, die beim Landesturntag am 3.
Oktober 2010 in Haiger mit knapper Mehrheit angenommen wurden. Sie sind
nun in die Satzung des HTV einzuarbeiten. Die Abgeordneten des Turngaues
Main-Rhein haben die Vorschläge in wichtigen Punkten abgelehnt. Wir sind
der Meinung, dass erst über die fachliche Aufstellung Einvernehmen
hergestellt werden muss, bevor über die Struktur entschieden werden
kann, mit der die fachlichen Ziele erreicht werden sollen. Die
Mitwirkung der Gremien und Mitglieder des Verbands darf nicht, wie
vorgesehen, beschränkt, sondern muss erweitert werden. Wir haben ein
Antragsrecht der Vereine zum Landesturntag gefordert, das bisher nicht
vorgesehen ist. Der Wegfall des Landeshauptausschusses würde zur
Vereinfachung der bestehenden Struktur führen, die Verringerung der Zahl
der Abgeordneten zum Landesturntag zu deren größerer Bereitschaft, sich
vorzubereiten und eigenständig Entscheidungen gründlich zu diskutieren.
Der
Turngau Main-Rhein hat 1982 sein 120-jähriges Bestehen mit einer
Festschrift gewürdigt. 2012 steht unser 150-jähriges Jubiläum an. In
Freyburg haben wir im Jahnarchiv nach Zeugnissen von Jahns Wirken im
Bereich unseres heutigen Turngaues gesucht. Da ein Großteil der
Aufzeichnungen Jahns beim Brand seines Hauses verloren gegangen ist, hat
unsere Suche wenig ergeben. Deshalb bitten wir unsere Vereine, uns bei
der Fortschreibung und Vervollständigung der Chronik unseres Turngaues
zu helfen. Wolfgang Bott ist der Vorsitzende des Jubiläumsausschusses.
Er ist allen dankbar, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Einige
Vereine haben uns schon Unterlagen zur Verfügung gestellt, über weitere
freuten wir uns.2010 sind Luise Weiser und Prisca Kopp aus dem
Gauvorstand ausgeschieden, Luise Weiser nach jahrzehntelanger prägender
Mitarbeit. Als Fachwarte stellten sich Karin Krämer, Winfried Ossner und
Willi Poth nicht mehr zur Wahl. Unser herzlicher Dank gilt ihnen für
ihren langjährigen erfolgreichen Einsatz. Den Verantwortungsbereich von
Luise Weiser hat Felix Senn übernommen, Carsten Schmidt trägt für unsere
Gaufeste Verantwortung im Vorstand. Beide sind aus dem Vorstand unserer
Turnjugend in den Gauvorstand eingerückt.
Unsere
Vereine sind mit unterschiedlichen Ansätzen erfolgreich. Wir sind an den
jeweiligen Erfolgskonzepten interessiert. Wir besuchen deshalb zu
unseren Sitzungen gerne Vereine, die uns ihre Vorgehensweisen schildern
und unterstützen ihre Bemühungen im Rahmen unserer Möglichkeiten.
Mein
Dank gilt den Mitgliedern des Gauvorstands, dem Vorstand der Turnjugend,
unseren Fachwartinnen und Fachwarten für ihren Einsatz. Ohne unsere
Vereine und der Mitarbeit deren Mitglieder, ihrer Bereitschaft,
Veranstaltungen auszurichten, könnten wir unsere Arbeit nicht leisten.
Dafür sprechen wir Lob und Anerkennung aus. Großes Werk gedeiht nur
durch Einigkeit!
Mit freundlichen Grüßen
Turngau Main - Rhein e. V.
Otto Berner
Vorsitzender
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